Unsere Mandanten wünschen sich vor allem, dass später ihre Hinterbliebenen und Bedachten nicht streiten. Wir leisten unser Bestes, damit dies gelingt.

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Beratung und Begleitung im Erbrecht

Wer Lebenserfahrung besitzt weiß, dass im Rahmen von Erbschaften nicht selten auch familiäre Streitigkeiten entstehen.

Innerhalb unserer Mandate nach dem Erbfall haben wir solche Konflikte auf die unterschiedlichste Art erlebt. Durch diese Erfahrung haben wir aber auch gelernt, wie sich Konflikte im Erbfall vermeiden lassen. Die Begleitung im Erbrecht ist eine Frage von Vertrauen und Einfühlungsvermögen. Gerade hier zahlt es sich aus, einen Partner an der Seite zu haben, bei dem hohe Beratungsqualität, Erfahrung und Familienorientierung Hand in Hand gehen.

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 Unser Service im Erbrecht

  • Beratung und Begleitung von Erblasser und Erben

  • Netzwerk aus Spezialisten, z.B. Mediatoren in verfahrenen Situationen


Weiterführende Informationen

Gestaltung von Testamenten und Erbverträgen

Grundsätzlich kann eine Person im Rahmen der gesetzlichen Vorschrift ihren letzten Willen frei durch Testament oder Erbvertrag bestimmen. Geschieht dies nicht, tritt die gesetzliche Erbfolge ein. Wenn Sie Ihre eigene Erbfolge in einem Testament regeln möchten, so macht es durchaus Sinn, einen Spezialisten bei der Formulierung des eigenen letzten Willens hinzuzuziehen, denn: Für die maßgeschneiderte Konzeption von Testamenten, Erbverträgen und Schenkungsverträgen sind viele unterschiedliche Vorgaben zu beachten. Die Begleitung der Testamentserstellung durch einen Fachmann kann Unklarheiten, Lücken und Fehler im Testament vermeiden und Sie haben die Gewissheit, in Ihrem letzten Willen exakt das wiederzugeben, was auch Ihrem Willen entspricht. 

Über die Beratung kann ein im Erbrecht erfahrener Anwalt viel dazu beitragen, dass die Abwicklung der Erbschaft nach dem Eintritt des Erbfalls ohne Streit vonstatten geht und es keine Auseinandersetzungen über die Auslegung einzelner Anordnungen in dem Testament gibt.

Besonderheit: Das Berliner Testament

Gesetzlich erben die Ehegatten und Kinder. Um z.B. den überlebenden Ehepartner zu Lebzeiten vor den Erbansprüchen der Kinder zu schützen, setzen viele Paare ein sogenanntes Berliner Testament auf. Damit erbt zunächst der länger lebende Ehegatte allein und die Kinder kommen erst nach dessen Tode zum Zuge. Kinder können jedoch noch immer ihren Pflichtanteil einfordern. Diesen gibt es – bis auf in wenigen begründeten Ausnahmefällen – fast immer. Da es im Berliner Testament zwei Erbfälle gibt, hält auch der Fiskus zweimal die Hand auf: Beim Übergang des Vermögens auf den länger lebenden Ehegatten und später beim Übergang des Vermögens auf die Kinder.

Wie übertrage ich zu Eigentum Lebzeiten? Schenken mit „warmer Hand“

Ob Immobilien oder Geld, im Laufe eines Lebens kann sich ein kleines Vermögen ansammeln. Unmittelbar damit verbunden ist die Frage, ob es nicht besser ist, die Kinder schon vorzeitig zu beschenken. Auf den ersten Blick klingt das vernünftig: Das Eigenheim bekommt einmal der Sohn. Dann kann ihm die Immobilie auch schon zu Lebzeiten vermacht werden. Wenn das Vermögen schon zu Lebzeiten verschenkt wird, sprechen Juristen von der vorgezogenen Vermögensübertragung, der Volksmund spricht auch vom „Schenken mit warmer Hand“. 

Der Hauptgrund für einen solchen Schritt ist das Einsparen von Steuern. Die Steuerbegünstigung lohnt sich vor allem in Fällen, in denen die Erbmasse einen Wert von 400.000,- EUR überschreitet, aber auch wenn z.B. nicht die Kinder sondern etwa Neffen oder Geschwister als Erbe eingesetzt werden sollen. Hier sind die Freibeträge der Erbschaftssteuer deutlich geringer. Schenkungen können auch eine Methode sein, um unliebsame Personen zu enterben. 

Aber Vorsicht: Wer zuviel auf einmal abgibt, kann sich und seine Nachkommen in finanzielle Schwierigkeiten bringen. Schenkungen sind daher mit äußerster Vorsicht zu betrachten und bedürfen einer fundierten Beratung, die alle Eventualitäten und Auswirkungen berücksichtigt.

Testamentsvollstreckung und Testamentsvollstrecker

Der Testamentsvollstrecker wird in der Regel vom Erblasser ernannt und stellt sicher, dass die im Testament formulierten Verfügungen wie beabsichtigt umgesetzt werden. Testamentsvollstrecker sind in dieser Hinsicht häufig als Treuhänder tätig und sorgen unter Anderem für die ordnungsgemäße Aufteilung des Nachlasses unter den Erben.

Ein Testament bzw. ein Erbvertrag wird üblicherweise vor dem Hintergrund angefertigt, den Nachlass gerecht und zügig aufzuteilen, das angesammelte Vermögen zu schützen und den Familienfrieden sowie die finanzielle Absicherung der Familienmitglieder zu gewährleisten. Doch auch bei einer perfekt formulierten letztwilligen Verfügung kann es Streit unter den Miterben geben oder der Erbe weigert sich, angeordnete Vermächtnisse und Auflagen zu erfüllen. Als Erblasser haben Sie die Möglichkeit einen Testamentsvollstrecker einzusetzen, der Ihren Nachlass entsprechend der Vorgaben verwaltet und abwickelt. Für diese Aufgabe stehen wir Ihnen zu Verfügung.

Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

Niemand ist davor sicher, dass er wegen Krankheit, Unfall oder Gebrechlichkeit seine Angelegenheiten nicht mehr selbst erledigen kann. Für diese Fälle sollte eine Vorsorgevollmacht errichtet werden. Eine Patientenverfügung richtet sich an die Adresse eines künftig behandelnden Arztes und teilt ihm verbindlich mit, welche Behandlungen gewünscht sind. Mit einer Betreuungsverfügung ist es möglich, einem noch unbekannten, aber in Zukunft zuständigen Richter am Betreuungsgericht mitzuteilen, wer als Betreuer bestellt werden soll. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann Vollmachten und Verfügungen selbst zu Papier bringen. Die Unterstützung durch einen Anwalt ist jedoch in den meisten Fällen außerordentlich sinnvoll.

Ansprüche wegen Pflichtteil

Sollen Kinder oder Ehegatten enterbt werden, so steht ihnen dennoch in der Regel ein Pflichtteil zu. Das Pflichtteilrecht sichert Kindern, Ehegatten und ggf. Eltern von Verstorbenen eine Mindestteilhabe am Nachlass zu, die sie gegenüber dem oder den Erben geltend machen können. Hiermit verbunden ist auch ein umfangreiches Auskunftsrecht gegenüber den Erben. Wie genau die Situation zum Pflichtteil zu bewerten ist, unterscheidet sich von Fall zu Fall. Wir beraten Sie gerne dahingehend, welche Ansprüche gesetzlich zu berücksichtigen sind.

Auslegung von Testamenten

Das Testament regelt den Erbfall. Doch nicht immer sind die Inhalte eines Testaments eindeutig. Oftmals treten formelle Fehler auf, wie z.B. in der Verwendung der Begriffe „vererben“ und „vermachen“. In anderen Fällen sind Inhalte des Testaments unter Umständen veraltet, etwa bei Vorversterben eines Erben oder Vermögensveränderungen. Auch notariell erstellte Testamente und Erbverträge können gewisse Spitzfindigkeiten aufweisen. Bei unklaren Testamenten wird der letzte Wille des Verstorbenen erforscht. Dies geschieht anhand anerkannter Methoden, der sogenannten Testamentsauslegung. Im Regelfall schließen die Beteiligten in diesen Fällen einen Auslegungsvergleich. Ist eine außergerichtliche Einigung hingegen nicht möglich, entscheidet das Gericht über die „richtige" Auslegung des Testamentes.